Meine eigene Meinung zur aktuellen Nachhilfe-Studie

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Viel wird momentan diskutiert rund um die aktuelle Bertelsmann-Studie. Da werden die Kosten kritisiert, da wird kritisiert, dass Lehrer zu wenig fördern, dass unser Schullsystem gar nicht individuell fördern kann und so weiter und so fort … Natürlich mag einiges davon stimmen. Vielleicht ist unser Schulsystem nicht fähig jeden Schüler zu fördern. Vielleicht können manche Lehrer auch (in Klassen von bis zu 35 Kindern wohlbemerkt!!!) nicht jeden einzelnen Schüler fördern.

Was mir aber bei der ganzen Auseinandersetzung fehlt, ist ein stückweit Kritik am Nachhilfesystem an sich. Mein Blog richtet sich ja ausdrücklich an Nachhilfeanbieter, Logopäden, Legasthenietrainer, Ergotherapeuten – all jene Menschen, die mit Kindern arbeiten. Ganz klar besteht meine Zielgruppe aber auch wirklich aus jenen Anbietern, die Kindern wirklich helfen wollen und nicht nur aus Profitgier ein Nachhilfeinstitut eröffnen. Letztere sind das eigentliche Übel im System, die unseren Markt zuweilen “zwielicht” erscheinen lassen – nicht die Nachhilfelehrer, die sich wirklich für ihre Schülerinnen und Schüler aufopfern.

Ein weiteres Problem, das ich sehe, ist, dass Schülerinnen und Schülern oft nur bis zur nächsten Klassenarbeit oder Prüfung geholfen wird. Nur selten wird an den Symptomen wie fehlenden Lern- oder Motivationstechniken gearbeitet.

Wenn Sie meinen Blog bereits längere Zeit verfolgen, wissen Sie, dass ich normalerweise in einem solchen ernsten Rahmen nicht auf meine anderen Projekte hinweise … (und jetzt kommt das berühmte “aber”) … Aber: Unser “Schule sorglos”-Kurs verfolgt genau dieses Ziel, Schülerinnen und Schüler eben nicht mit Lernstoff vollzupumpen, sondern ihnen Techniken zu vermitteln, mit denen Sie weniger Stress in der Schule haben, einfacher lernen können und Ordnung in ihrem Schulstoff bekommen. Das Ziel von “Schule sorglos” ist letztendlich Nachhilfe in seiner klassischen Form unnötig zu machen bzw. nur noch dann nötig zu machen, wenn Kinder besonders gefördert werden sollen oder z.B. Schulstoff wegen Krankheit aufholen müssen.

Wie sehen Sie das? Welche Erfahrungen machen Sie bei Ihrer Arbeit mit Kindern? Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen als Kommentar zu diesem Posting mit oder per E-Mail an info@nachhilfeanbieter.de.

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Die veränderte Welt durch Internet und Globalisierung (Video)

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Auf das folgende Video bin ich gestoßen und möchte es auch unbedingt hier im Blog zeigen. Nicht etwa, weil es genau zu unserem Thema hier passt, sondern weil es alle Bereiche unseres Lebens irgendwie tangiert und damit eben gleichzeitig auch unser Berufsleben, den Schul- und Nachhilfebereich. Ein Video, das die globalisierte Welt thematisiert:

(Noch ein Hinweis in eigener Sache: Auf dieses Video aufmerksam gemacht hatte ich auch bereits über meine neue Facebook-Seite. Besuchen Sie mich dort mal – freue mich über neue Kontakte. :-) )

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Liebe Kollegen, gönnen Sie sich auch mal Ruhe …

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(C) picasa.com, ethanIch erlebe Gottseidank viele meiner Kolleginnen und Kollegen, die im privaten Nachhilfe- und Fördersektor arbeiten, als sehr engagierte Menschen. Sie arbeiten mit viel Herzblut und Einsatz, um ihre Kinder erfolgreich auf die Schule und ihr Leben vorzubereiten. Diese Kollegen arbeiten viel – oft zu viel und können gar nicht mehr richtig abschalten. Manche würden dies “Eifer” nennen, leider ist es oft der Beginn eines Burnouts. Denn: Jeder, der mal einen Burnout bekommt, muss schließlich vorher auch einmal ordentlich “gebrannt”, also viel gearbeitet, haben.

Und trotz dass Sie diese Arbeit natürlich für Ihre Kinder tun, habe ich an dieser Stelle eine Bitte: Gönnen Sie sich die Freizeit über die Weihnachtstage, um bewusst zu entspannen. Lassen Sie alles erst einmal hinter sich und denken Sie nicht an die noch zu erledigenden Dinge. Gönnen Sie sich eine Pause von Stress und Arbeit und pflegen Sie sich selbst. Sowohl Sie selbst als auch Ihre Schülerinnen und Schüler werden es Ihnen danken!

Ich wünsche Ihnen allen eine schöne und entspannende Weihnachtszeit!

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Warum Bertelsmann Scoyo loswerden will

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Scoyo-Logo, Quelle: Pressebereich ScoyoWie in den Nachrichten der letzten 48 Stunden zu lesen ist, will der Bertelsmann-Konzern nach einer geschätzten Investition von 20 Mio. Euro (ich schätze deutlich mehr) seine Nachhilfeplattform Scoyo verkaufen bzw. einen anderen Investor finden. Scoyo, eine interaktive Lernplattform, die sich durch gute, spielerische und interaktive Aufmachung direkt an Kinder wendet, sollte zumindest einen Teil des auf dem Nachhilfemarkt (d.h. bei Eltern) verfügbaren Geldes abgreifen.

Nun scheint es, dass man bei Bertelsmann befürchtet, doch einen falschen Weg gegangen zu sein und man nun die Notbremse zieht, bevor sich Scoyo zu einer unendlichen Geschichte entwickelt. Dabei liegen die Gründe dafür, warum Scoyo vermutlich noch nicht wirtschaftlich arbeitet, auf der Hand:

  1. Das Marketing wurde über Medienkampagnen begonnen, die als Zielgruppe Kinder haben. Kinder haben allerdings immer noch oft die Mentalität, dass sie nicht freiwillig lernen. Das bedeutet: Die Zielgruppe der Eltern hätte viel stärker anvisiert werden sollen. Eltern entscheiden, wo ihre Kinder sich im Internet tummeln. Und alle Warnungen der Eltern (“Klick nicht darauf, das könnte Geld kosten”) setzt die Hemmschwelle vieler Kinder immens hoch.
  2. Eine moderne Marketingstrategie über Twitter hatte Scoyo bereits genutzt (immerhin über 2.000 Follower), dort allerdings auch keine Kooperation mit Blogs, Elternseiten, Elternzeitschriften o.ä. anvisiert oder zum Austausch angeregt. Und außerdem:
  3. Es fehlt Zeit. Zeit. Und nochmal Zeit. Bertelsmann gibt Scoyo durch den Ausstieg und den Druck, der nun auf der Seite lastet, keine Möglichkeit eine klare Linie zu verfolgen und sich am Markt zu etablieren. Online-Nachhilfe und Lernplattformen sind für Eltern und Kinder vollkommen neu und mit ebenso hohen Berührungsängsten verbunden. Vermutlich sieht die Vorstandsetage nur die enormen Entwicklungskosten und scheut daher dem Projekt noch ein, zwei Jahre zu geben, um tatsächlich eine gute Basis und Richtung zu finden.

Ich würde mir für die Kollegen bei Scoyo wünschen, dass ein Investor gefunden wird, der die Zeit und Muße mitbringt, die das Projekt braucht, um eine klare Linie finden zu können. Sofern diese dann erfolgreich ist (wovon ich ausgehe, wenn vernünftig gewirtschaftet und ein klares Marketing gefahren wird), wird Scoyo einen guten Grundstein auch für eine weitere Entwicklung des Online-Lernens mit anderen Plattformen legen. Allerdings muss dafür natürlich erst einmal der hohe Anspruch des schnellen Geldes abgebaut werden …

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Unternehmer, die keine sind

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(C) Photocase.com, EarlySummerSchon des Öfteren habe ich es getwittert:
Es gibt zu viele Unternehmer, die keine sind.

Oft muss ich die Erfahrung machen, dass Unternehmer nicht ihren Namen verdienen, denn der Begriff “Unternehmer” kommt nicht umsonst vom Verb “etwas unternehmen”. Viel zu viele Geschäftsleute bleiben aber gerade dabei unter ihren Möglichkeiten: Wenn man ein Geschäft, einen Handel, ein Ladenlokal oder was auch immer eröffnet, begehen viele den Fehler, auf ihre Kundschaft zu warten. “Däumchen drehen” im Volksmund. Da bringen dann auch die tollsten Ideen nichts, wenn man sich nicht selbst in den Hintern tritt und aktiv etwas bewegt, Aktionen anleiert, die Werbetrommel rührt und auf sich aufmerksam macht. Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind der Beginn vom Untergang (= Insolvenz).

Wer eine vielleicht anfängliche Durststrecke übersteht und dabei aber aktiv auf sich aufmerksam macht, wird mehr Erfolg haben als jemand, der nur halbherzig, dafür aber mit riesigem Startkapital sein Geschäft anleiert. Nur derjenige, der ständig und immer schafft und tut und will, wird auf lange Sicht erfolgreich sein.

Unternehmer, unternehmt was!

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ARD-Clip: “Turbo-Abi plus teure Nachhilfe”

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Bei Youtube bin ich auf den folgenden Auszug von der ARD gestoßen. Unter anderem wird vom Gymnasium Buckhorn berichtet, das einen Skandal aufwarf, als es selbst Mathematik-Nachhilfe anbot, weil die 3 Stunden Mathematik in der Stundentafel nicht ausreichten …

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Rechtzeitig zu den Sommerferien …

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… lässt Scientology speziell auf dem Nachhilfemarkt wieder von sich hören. Das Innenministerium von Brandenburg hat eine Stellungnahme zur Öffnung einer Scientology-Filiale in Berlin-Spandau veröffentlicht (hier klicken). Auch der Lehrerfreund greift dies auf, um auf das zwielichte Angebot der Organisation hinzuweisen, das aktiv Kinder mit Nachhilfe- und Förderangeboten locken will. Wer in diesem Zusammenhang den Namen “ZIEL” (Zentrum für individuelles und effektives Lernen) hört, sollte stutzig werden – dieses Angebot gehört zur Scientology-Untergruppe “ABLE” (Association for Better Living and Education) und das einzige “Ziel”, das diese Leute verfolgen, ist, neue Jünger für ihr System zu gewinnen.

Ich weiß, dass ich immer wieder darauf hinweise, hoffe damit aber niemanden zu nerven, da dies wirklich ein wichtiges und brisantes Thema ist: Weisen Sie unbedingt Ihre Kunden (Eltern wie Schüler) darauf hin, dass es solche Angebote gibt. Sensibilisieren Sie sie unbedingt dafür und machen Sie ggf. einen Aushang in Ihrem Institut/Ihrer Praxis, der über die Machenschaften von Scientology aufklärt.

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Wie ist es, Legastheniker zu sein?

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Auf diese Frage versucht das folgende Video eine Antwort – oder zumindest einen ungefähren Eindruck – zu geben.

(gefunden bei Mario Engel im Legasthenie-Blog)

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Eine wahre Geschichte

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Vor ein paar Tagen sprach ich mit dem Leiter eines Nachhilfeinstituts über Marketing und den aktuellen Nachhilfemarkt. Er hatte mich um eine Beratung in Sachen Kundengewinnung gebeten. Nach einem relativ erfolgreichen Start vor knapp einem Jahr waren ihm die Kunden ausgeblieben und zu anderen Anbietern abgewandert. Schnell kristallisierte sich ein Problem heraus: Er war gelernter Logistikkaufmann.

“Moment”, werden jetzt einige rufen, “warum ist das das Problem?” Nun, sein erfolgreicher Anfang ließ sich zurückführen auf seinen guten Geschäftssinn als Kaufmann, die Standortwahl des Instituts etc. Allerdings vernachlässigte er die Nachhaltigkeit seines Instituts: Die Lehrer, die er einstellte, waren fachlich nicht gut ausgebildet, er selbst unterrichtete aus mangelnder Fähigkeit nicht und konnte dementsprechend auch die Kompetenzen seiner Lehrkräfte schlecht einschätzen. Als Folge merkten sowohl Eltern als auch Nachhilfeschüler sehr schnell, dass sich bei dem Unterricht keine Erfolge einstellen würden – sie kündigten ihre Verträge.

Was lernen wir daraus? Als Leiter eines Instituts oder als Chef von Lehrkräften sollte man auch selbst zumindest grundlegend Ahnung vom Unterrichten haben und bewusst Lehrkräfte einstellen, die auch fähig sind. Warum sollte man sich nicht einmal in einer anfänglichen “Testphase” nach Einstellung den Unterricht seiner Lehrkräfte anschauen und per Fragebogen erheben, wie gut der Unterricht der Lehrkraft ist? Evaluationen müssen wir überall und an jeder Stelle über uns ergehen lassen. Und gerade im Nachhilfeunterricht wäre eine bessere Qualitätssicherung sicherlich wünschenswert.

P.S.: Der Institutsleiter schaut sich nun nach neuen Lehrkräften um und will noch einmal in Form eines offensiven Marketings und konzeptioneller Neuausrichtung versuchen, seine Firma zu retten.

 

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