Kleiner Pressespiegel zur Bertelsmann-Nachhilfe-Studie

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Hier haben wir sie wieder aufgefrischt: die Diskussion um private, kommerzielle Nachhilfe. Der Grund ist die von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie, nach der etwa 1,1 Millionen Schüler jährlich Nachhilfe nehmen und deren Eltern damit etwa 0,9 bis 1,4 Milliarden Euro bezahlen. Hier ein kleiner Pressespiegel mit Meinungen, Zitaten und Kommentaren zur Studie.

“In Baden-Württemberg nehmen mehr Schüler Nachhilfe-Unterricht als in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits in der Grundschule werden die Extrastunden in Anspruch genommen, vor allem am Ende, wenn es um die Empfehlung für die weiterführende Schule geht.” (tagesschau.de)

Der Kölner Stadt-Anzeiger stellt besonders die Kritik am Schulsystem heraus:

“Da niemand gerne unnötig Geld ausgibt (selbst die nicht, die genug davon haben), bedeuten Millionen für Nachhilfe: Eltern trauen der Schule nicht zu, ihre Kinder angemessen zu fördern.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

Außerdem stellt die Studie einen weiteren Aspekt fest, der in ersten Berichten oft vernachlässigt wurde:

“Internationale Beispiele wie Kanada oder die Niederlande zeigen, dass es auch ohne die Schattenschule geht. Denn dort kommen die Schüler laut Bertelsmann-Stiftung weitgehend ohne Nachhilfe aus und haben nach einem anstrengenden Schultag Zeit, ganz entspannt mit ihren Freunden im Einkaufszentrum rumzulungern.” (Kölner Stadt-Anzeiger)

Schlussendlich ist der Großteil der Artikel, die ich zu diesem Thema lesen konnte, äußerst “schulkritisch” und nörgelt an unserem Schulsystem rum (was in gewisser Weise durchaus verständlich ist) – aber wer bitteschön ist denn mal “nachhilfekritisch”?

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