Videocast #8: Rückblick auf die Legasthenietrainer-Fachtagung 2009
Schlagwörter:eödl, fachtagung, legasthenie, mathe4matic, rechenstempel Legasthenietherapie, Video 09 Juni, 2009Im Videocast erwähnte Links: Mathe4matic, Rechenstempel
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15 Juni 2009 um 16:32 Uhr
Lieber Herr Kollege Gerlach,
das hat mich jetzt gefreut, dass Sie neben den anderen Beiträgen auch die Idee mit den Rechenstempeln in Ihrem Blog aufgreifen. Damit wir nicht auf die nächste Tagung 2010 warten müssen, um bis dahin weitere Aufsätze zu lesen und in neue Vorträge zu packen, scheint mir ihr Blog für alle Beteiligten sehr geeignet, um sich über diese Fragen im Live-Ticker ein wenig auszutauschen. Super Sache, genauso wie die gelungene Tagung selbst.
Ich denke wir sind alle gut beraten, ob Lehrer, Trainer, Erzieher, wenn wir in unserer Praxis die Stammdisziplinen Pädagogik, Didaktik, Psychologie immer auch ein wenig wissenschaftlich-theoretisch im Auge behalten. Da tut sich einiges! Da möchte ich deshalb auch von hier aus noch einmal den Begriff Lernumgebung in Erinnerung rufen. Die Art und Weise, in der wir unsere Arbeit gestalten (pädagogisch-didaktische Fragen), ist ausschlaggebend für den Rahmen, den wir unseren Kindern zum Lernen und Entdecken bieten. Da wir nun ja auch den konstruktivistischen Begriff von LERNEN (um den hier zentralen aus der Lern- und Entwicklungspsychologie nicht auszulassen) furchtbar ernst nehmen müssen, bekommen wir mit der Frage nach dem passenden Material genau die Kriterien geliefert die nötig sind, um dessen Qualität besser beurteilen zu können. Auch mich haben die Ausführungen von Professor Lorenz sehr inspiriert und bei der nächsten Gelegenheit werde ich diese Variante in meiner eigenen Arbeit und Praxis ausprobieren. Die vorgestellte Verwendung des „etwas anderen Zahlenstrahls“ leistet genau das, was sie auf einer Tagung wie der von uns erlebten tun soll: Zum Nachdenken anregen und neue „Konstruktionen“ beim Aufbau unserer Lern-/Lehrumgebung möglich machen! Auch wir lernen dazu! Der Zahlenstrahl so gebraucht ist ein Aufgaben-Format, das es Kindern erlaubt gestellte Aufgaben aktiv und entdeckend anzugehen. Das ist toll für uns und toll für die Kinder – es bereichert die Lernumgebung. Nichts anderes hat auch Herr Engel mit mathe4matic geleistet. So haben wir alle die von uns zu gestaltende Lehrumgebung neu reflektiert und das wird letztlich bei den Kindern ankommen. Zu den Rechenstempeln möchte ich hier nur kurz ergänzen, dass sie eben wegen der Flexibilität mit der wir sie einsetzen können und wegen der ausgewählten Aufgabenformate geeignet sind, unser Tun und Arrangieren in der Praxis individueller steuern zu können. Kinder drucken ihre Aufgaben selbst und können in offen Aufgaben genau so frei und selbstständig entdecken, wie es der offene Zahlenstrahl provoziert. Das ist der lern- und entwicklungspsychologische Sinn, der heute unser Denken beim Stellen von Aufgaben prägen sollte. Interessant finde ich, dass Sie in Ihrer Rückschau einen Aspekt betonen, den ich gar nicht so im Auge hatte: Einheitlichkeit und Struktur bei der Gestaltung von Arbeitsblättern.. Natürlich haben Sie recht und eben…., Sie ahnen es – konstruiert :)
Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit,
Stefan Burger
16 Juni 2009 um 11:59 Uhr
Hallo David
danke für die tollen Anregungen!
Bin von Deinen Videos ganz begeistert!
lg
Angelika
17 Juni 2009 um 07:57 Uhr
[...] Team vom EÖDL hat ein paar Impressionen zur Fachtagung von vorletztem Wochenende in einem schönen Video [...]
18 Juni 2009 um 00:51 Uhr
Klasse Zusammenfassung. Die Beiträge über Dyskalkulie fand ich auch sehr interessant und ich freue mich sehr, d. dieses Thema auch mehr “angesprochen” wird!
18 Juni 2009 um 20:27 Uhr
Dank an euch für euer Lob! Freut mich, dass euch die Zusammenfassung gefallen hat.
Danke auch an Herrn Burger für seinen Beitrag, den ich gern in naher Zukunft auch inhaltlich noch einmal aufgreifen werde. Da steckt nämlich einiges drin, was wirklich die sinnvolle, pädagogische Arbeit mit Kindern ausmachen sollte!
Viele Grüße
David Gerlach