CI für Nachhilfeanbieter – Teil 2: Logogestaltung und Farben

Fortbildung & Wissen, Marketing & Kunden gewinnen, Serien 20 April, 2009

Heutzutage kommt keine Firma mehr ohne ein Firmenlogo aus. Der Grund dafür ist, dass ein Logo im Grunde genommen den Firmennamen in Bildform „ersetzen“ kann. Und da unser Gehirn natürlich sehr visuell arbeitet, kann man sich Bilder besser merken als eine reine Buchstabenanhäufung (= der Firmenname) – dadurch steigt der Wiedererkennungswert. Wenn Sie also Ihre CI planen, sollten Sie sich unbedingt auch Gedanken über ein Logo machen. Einige Gedanken dazu finden Sie heute hier im zweiten Teil unserer Serie „Corporate Identity für Nachhilfeanbieter“.

Besuchen Sie doch einmal kurz die Seite wdrdesign.de (Klick!). Dort erläutern die Designkollegen vom WDR Fernsehen, warum ihr Logo so aussieht, warum welche Farben gewählt wurden etc. Auch unsere Bundesregierung hat einen „Styleguide“, nach dem sich alle richten sollen (Klick!) und das entsprechende Logo (Bundesadler links, dünne Linie mit Schwarz-Rot-Gold und dann die jeweilige Abteilung/das Gremium der Bundesregierung) finden Sie auch auf allen Regierungs-Websites, gedruckten Dokumenten, Broschüren oder sogar als Hintergrundbild bei den Tagesthemen.

Wichtig: Sie sollten sich selbst mindestens genau so viele Gedanken über Ihr Logo machen, wie die – natürlich wesentlich teureren – PR-Agenturen von WDR und Bundesregierung.

  • Lassen Sie sich Zeit, überlegen Sie, was Ihr Nachhilfeangebot ausdrücken will (Erfolg, Hilfe, Unterstützung) und wie man dies in ein Logo umsetzen könnte.
  • Wählen Sie angenehme Farben, die also weder kalt noch aggressiv sein dürfen.
  • Wählen Sie Farben und Logo so aus, dass es sowohl in gedruckter, als auch in digitaler Form (also auf Ihrer Internetseite) wirkt.

Welche Regeln es beim Logodesign zu beachten gibt, erfahren Sie übrigens unter designguide.at. Diese Seite kann ich Ihnen sehr empfehlen!
Außerdem möchte ich Ihnen raten, einen fähigen (Web-)Designer um Rat zu fragen bzw. ihn oder sie mit der Anfertigung Ihres Logos zu beauftragen. Machen Sie sich vor einem solchen Gespräch bereits Gedanken darüber, was das Logo ausdrücken soll und was Sie sich in etwa vom Designer wünschen.

Bei myhammer.de gibt es übrigens viele Designer, die Sie günstig beauftragen können. Lassen Sie sich im Vorfeld Vorabentwürfe bzw. Referenzen zuschicken, damit Sie sich einen Eindruck vom Stil des Designers machen können.


Ein Beispiel in eigener Sache

Unser „Schule sorglos“-Logo (siehe rechts) kennen Sie bestimmt. Es wurde für uns von Wolfgang Warmdt (lupographics.de) entworfen. Im Gegensatz zu vielen anderen Logos, die Sie bestimmt kennen, gibt es bei unserem Logo zwei prägnante Unterschiede:

  • Das Logo ist nicht stilisiert oder abstrahiert, sondern in einem lockeren Comicstil gehalten.
  • Das Logo enthält relativ viel Text.

Dies widerspricht unter Umständen den Designprinzipien, die Sie von manchen Designern bzgl. einer Logogestaltung hören werden. Allerdings hat diese Abweichung gute Gründe:

  • Das Logo richtet sich primär an Kinder und Eltern – d.h. die Zielgruppe entscheidet.
  • Die Figur im Bild findet sich sowohl auf unserer Website, sowie in unseren Printunterlagen (Kursmaterial, Werbemittel etc.) wieder.
  • Der Text ergänzt und klärt unmittelbar und unmissverständlich den Zweck der Firma hinter dem Logo und ist gleichzeitig ein Motto der Firma.


Checkliste: Schritte zu Ihrem eigenen Logo

  • Überlegen Sie, was Sie mit Ihrem Logo ausdrücken möchten!
  • Welche Farben spiegeln diesen Ausdruck wieder?
  • Schauen Sie eventuell, was für Logos die Konkurrenz nutzt, um ähnliche Ausdrücke zu vermitteln.
  • Lassen Sie sich Zeit beim Überlegen! Grübeln Sie mindestens 1 Woche über Ihr Logo! Sie sollten immer daran denken, dass das Logo Sie für mindestens die nächsten 10 Jahre in dieser Form begleiten sollte, um eine stimmige Corporate Identity aufzubauen!
  • Sprechen Sie mit einem (Web-)Designer, wie man Ihre Ideen umsetzen könnte.
  • Beauftragen Sie einen Designer mit der Umsetzung des Logos. (Vielleicht haben Sie ja selbst dann schon Skizzen oder Entwürfe erstellt, die der Designer nur noch nachzeichnen und colorieren muss.)
  • Akzeptieren Sie nicht den erstbesten Entwurf eines Designers! Schlafen Sie zwei, drei Nächte darüber.
  • Drucken Sie den Entwurf des Logos in verschiedenen Größen aus und schauen Sie es sich am PC an. Fragen Sie auch Freunde und Bekannte (und Kunden!) nach deren Meinung!
  • Fragen Sie sich: Ist das wirklich das Logo, das ich möchte?
  • Falls Sie nach all diesen Schritten der letzten Frage zustimmen: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Logo! :-)


Wie sieht Ihr Logo aus?

Schicken Sie uns Ihr Logo an info@nachhilfeanbieter.de und wir stellen es hier (gerne auch mit Verlinkung auf Ihr Angebot) im Rahmen unserer Serie vor. Schreiben Sie kurz ein, zwei Sätze dazu, was Sie sich dabei gedacht haben und was das Logo ausdrücken soll!

Im nächsten Teil unserer Serie dreht sich alles darum, wie Sie Ihre CI erfolgreich in Ihren Drucksachen umsetzen können.

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2 Kommentare zum Thema “CI für Nachhilfeanbieter – Teil 2: Logogestaltung und Farben”

  1. Basti sagt:

    Wer sich sein Logo nicht selbst gestalten möchte, aber auch kein Geld für eine teure Werbeagentur hat, der sollte mal http://www.designenlassen.de ausprobieren. Dort arbeiten zahlreiche Designer an einem Entwurf und am Ende sucht man sich das beste Logo raus.

  2. David Gerlach sagt:

    Hi Basti,
    danke für den Tipp! Habe mir die Seite angeschaut – sieht wirklich sehr vielversprechend aus. Freue mich auf Erfahrungsberichte!
    Viele Grüße
    David

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