Nachhilfe als Auslese und Bevormundung?

Schlagwörter:, , , , Aktuelles 21 September, 2008

Österreich hat die Diskussion (fast?) schon hinter sich, jetzt schwappt sie langsam auch zu uns herüber: Es geht um die grundsätzliche Problematik, dass Kinder finanziell besser gestellter Eltern Nachhilfe bekommen und sich so von den ohnehin durch soziale Faktoren schwächer gestellten Schüler noch weiter absetzen können. In Österreich hat man darauf reagiert und fördert staatlich Nachhilfe (wir berichteten). Außerdem werden Tutoren in der Schule eingesetzt, die Schüler z.B. bei den Hausaufgaben betreuen. Dieses Prinzip scheint nun auch hierzulande anzukommen.

Dennoch: Ich prognostiziere hiermit, dass Nachhilfe und Schülerförderung garantiert eines der wichtigsten Themen des deutschen Wahlkampfs im nächsten Jahr werden wird.

Der Auslöser für eine solche Diskussion wäre aber natürlich (mal wieder) an den Haaren herbeigezogen. Was nämlich übersehen wird, wenn sich die Politik über kommerzielle Nachhilfeanbieter aufregt: Wenn unser Bildungssystem alle Schüler in gleichem Maße fördern und an die Hand nehmen könnte, würde es uns ja gar nicht geben!

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Ein Kommentar zum Thema “Nachhilfe als Auslese und Bevormundung?”

  1. Hamburger Abendblatt: “Nachhilfe - ein Milliardengeschäft” | nachhilfeanbieter.de/blog sagt:

    [...] und Pressemeldungen, die sich mit unserem “täglich Brot” beschäftigen. Meine Prognose, dass Nachhilfe dadurch auch eines der Themen des ominösen “Superwahljahr…, scheint dies zu [...]

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