Nachhilfe auf Pump

Schlagwörter: , , Aktuelles 26 August, 2008

Sehr interessanter Artikel bei TeachersNews und Toobrain.

Kurzer Auszug:

Eine ganze Branche nutzt die Bildungsmisere bitter aus. Jetzt geht der Studienkreis noch einen Schritt weiter. Für Eltern, die sich keine Nachhilfe leisten könnten, gibt es nun in Kooperation mit Creditplus Nachhilfekredite.

Natürlich ist Nachhilfe eine sinnvolle Investition die Schulprobleme lösen kann, aber wenn sich das nur die zahlungskräftigen Familien oder über die Aufnahme eines Kredites leisten können, ist Nachhilfe ein weitere Beitrag dazu, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich auch im Bildungssektor weiter vergrößert.
(Quelle, Hervorhebungen von mir)

Interessant auch die Antwort von einer Studienkreis-Pressesprecherin als Antwort auf den Bericht bei Toobrain.

6 Kommentare zum Thema “Nachhilfe auf Pump”

  1. Lars Michael Lehmann sagt:

    Hallo, dies klingt schon interessant, aber ob dies Sinnvoll ist für die Nachhilfe sich Geld zu Leihen ist fraglich. Sinnvoller wäre das desolate Bildungssystem zu erneuern. Denn indivuluelle Nachhilfe orientiert sich leider eher am Geldbeutel, was auch richtig das man in der Boombranche „Nachhilfe“ sich eine goldene Nase verdienen will, daher gibt es auch viele Anbieter am Markt die nicht viel Nutzen bringen, sondern nur Geld kosten – da ist ein Kredit dann eher sehr Fraglich, man sollte eher an Steuerbegünstigungen denken, in diesen falle tut die Eltern ja auch etwas für die Zukunft der Kinder…

    Beste Grüße
    Lars Michael Lehmann

  2. Hinkelmann sagt:

    Wenn es um Nachhilfeschulen geht, hört man sehr oft den Begriff “Abzocke”. Man muss sich doch mal klar machen, dass Nachhilfe in einer Nachhilfeschule natürlich etwas kosten muss, da dem Betreiber doch auch hohe Kosten entstehen. Er muss z.B. Miete und Haftpflichtversicherung zahlen (alle Kinder sind in, auf dem Weg zur und von der Nachhilfeschule versichert!). Zudem hat er dafür zu sorgen, dass genügend Literatur (oft sehr teuer) vorhanden ist. Dies alles muss doch auch bezahlt werden. Und eine Nachhilfeschule ist ein Unternehmen und kein karitativer Verein. Es geht, und das mag den betroffenen Kunden übel aufstoßen, doch auch um Umsatz und Gewinn.

    … und für das Geld bekommt der Kunde doch auch eine Leistung. Es hört sich immer so an, als ob Kunden viel Geld ausgeben und der Unterricht am Ende sowieso nichts bringt und das Geld unnötigerweise ausgegeben wurde.

    Es tut mir Leid dies zu sagen, aber die Aussage, Nachhilfe ist nicht für jeden bezahlbar, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt doch auch andere Arten von Dienstleitungen, die nicht von jedem bezahlbar sind. Diese Leute sollten sich über das Schulsystem aufregen, aber doch nicht über die Nachhilfeschulen, die helfen wollen, aber immer als Abzocker dargestellt werden.

    Dass man für alles einen Kredit aufnimmt, ist in der heutigen Zeit doch nichts neues. Warum also auch nicht für Nachhilfe. Vielleicht reicht es aber auch, hier und da mal ein Päckchen Zigaretten wegzulassen. Hier regt sich niemand auf, wie teuer das doch ist.

    Viele Grüße

    Hinkelmann

  3. Alternative zur “Nachhilfe auf Pump” | nachhilfeanbieter.de/blog sagt:

    […] von Studienkreis und Creditplus unter der Überschrift “Nachhilfe auf Pump” (wir berichteten) hat einige Wellen geschlagen. Auch die Reaktionen hier im Blog haben gezeigt, das dies ein Thema […]

  4. Sören sagt:

    Daß diese Form der Nachhilfe nicht ganz billig sein kann, ist klar. Miete und Heizkosten für Büro- und Unterrichtsräume wollen bezahlt werden, Franchisegeber und -nehmer wollen verdienen, und nicht zuletzt soll für die unterrichtenden Lehrkräfte auch noch etwas übrig bleiben.
    Was mich immer zum Schmunzeln bringt, ist der Versuch, diese Angebote als preiswert darzustellen. Die Pressesprecherin vom Studienkreis rechnet vor, der Stundensatz sei günstiger als Nachhilfe vom Nachbarssohn. Warum soll man dann einen Kredit aufnehmen, wenn die Nachhilfe so billig ist?
    Teuer wird das ganze dadurch, dass man meist vertraglich verpflichtet wird, zweimal pro Woche für 90 Minuten zu erscheinen – auch in den Ferien. Außerdem gibt es eine Mindestvertragslaufzeit von 6 Monaten sowie eine dreimonatige Kündigungsfrist. Alles natürlich rein pädagogisch motiviert – der Unterricht soll ja auch was bringen. Da ist man ganz schnell deutlich jenseits der 100 Euro pro Monat – für Gruppenunterricht.
    A propos Unterricht – was soll es für einen Sinn haben, 5 Kinder unterschiedlichen Alters zusammen in eine Lerngruppe zu stecken? Manchmal werden sogar verschiedene Fächer zusammen unterrichtet. Was der Lehrer dem einen Schüler erklärt, können die anderen doch gar nicht gebrauchen. Und wenn man so eine 90-minütige Sitzung mal durch 5 teilt, bleiben für jeden Schüler effektiv nur 18 Minuten der Lehrkraft übrig. Dafür dann mehr als 100 Euro pro Monat ist alles, aber nicht preiswert.

  5. Einzelnachhilfe sagt:

    Der Antwort von Sören möchte ich mich gerne anschließen. Hohe Kosten für relativ wenig Nutzen. Miete, Lehrerhonorare und Unterrichtsmaterial etc. stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die Eltern aus einer Vertragsbindung mit einem der gängigen Institut entstehen. Nachhilfe, egal ob in der Gruppe oder individuell kann nicht gratis sein, soviel steht wohl fest. Allerdings ist meines Erachtens eine Verschuldung der Privathaushalt für Nachhilfe kaum ein probates Mittel, um der Bildungsmisere entgegenzuwirken, da viele Haushalte ins offene Messer rennen würden. Um Schulen fit für die Zukunft zu machen, ist es notwendig das Bildungssystem entscheidend zu reformieren und finanziell stärker zu unterstützen. Eine sinnvollere Investition als in Kinder und Bildung kann es kaum geben. Nachhilfe ist nicht neu und verantwortungsvolle Eltern werden diese auch weiterhin in Anspruch nehmen bis sich grundlegend etwas geändert hat. Dabei muss Nachhilfe keinesfalls teuer sein. Wer allerdings nur bei Instituten schaut wird wahrscheinlich zu dieser Erkenntnis kommen.

  6. Nachhilfelehrer sagt:

    früher gabs immer kostenlose nachhilfeangebote der schulen zu früher oder eben später stunde. wer bedarf hatte konnte dort hingehen und in Gruppen arbeiten. das ist meiner meinung nach eine sehr gute option


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