Lösen Sie Probleme und gewinnen Sie neue Kunden
Schlagwörter:eltern, Marketing & Kunden gewinnen, nachhilfe, vortrag Innovative Ideen, Marketing & Kunden gewinnen 12 Juni, 2008
Wer Nachhilfeunterricht anbietet, wird immer wieder damit konfrontiert, dass Schüler gerade mit dem Lehrer nicht klar kommen, der sie in ihrem schwachen Fach unterrichtet.
Nun könnte man das Problem ignorieren und einfach mit dem Schüler arbeiten und darauf hoffen, dass alles besser wird, wenn der Schüler bessere Noten schreibt.
Das funktioniert aber nur in den seltensten Fällen: Oft verhindern die Probleme mit dem Lehrer, dass der Schüler sich verbessert. Wenn Sie es schaffen, dem Schüler bei diesem Problem zu helfen, werden sich seine Noten verbessern – das ist die beste Werbung für Sie. Jeder Schüler, der bei Ihnen den Unterricht beendet, weil er keinen Erfolg hat, ist ein Minuspunkt, denn die Eltern sprechen darüber. Es liegt also in Ihrem Interesse, Ihren Schülern bei diesem Problem zu helfen. Ein netter Nebeneffekt: Dass Sie sich besonders viel Mühe geben, wird sich auch herumsprechen – noch ein guter Werbeeffekt! Ich zeige Ihnen, wie es funktioniert!
Meistens sind die Fronten verfahren: Der Schüler kommt mit dem Lehrer nicht klar, ist vielleicht besonders empfindlich, weil er in dem Fach Defizite hat. Der Lehrer unterstellt, der Schüler sei nicht an seinem Fach interessiert und behandelt ihn dementsprechend. Ein Teufelskreis, der oft dafür verantwortlich ist, dass Kinder schlechte Noten schreiben und trotz Nachhilfe versagen.
Sie möchten, dass Ihre Schüler erfolgreich sind, deswegen sollten Sie den Bereich „Beziehung zum Lehrer“ nicht außen vor lassen.
Hier einige Tipps:
- Fragen Sie den Schüler wo das Problem konkret liegt. Auch wenn der Schüler es nicht benennen kann, ein Gespräch liefert Ihnen viele Anhaltspunkte! Wenn herauskommt, dass das Kind vom Lehrer ungerecht behandelt fühlt, ist ein Gespräch mit den Eltern wichtig.
- Machen Sie dem Kind deutlich, dass es nicht vom Lehrer anhängig ist – Zensuren dürfen nicht willkürlich gegeben werden. Viele Schüler meinen, dass Lehrer tun könnten, was sie wollten – diese Sicht sollte man korrigieren.
- Arbeiten Sie mit dem Schüler jeweils eine Lektion vor. Selbst wenn dann der Lehrer in der Schule nicht gut erklären kann, kann das dem Kind keinen Schaden mehr zufügen. Normalerweise meinen die Schüler, dass sie selbst schuld seien, wenn sie etwas nicht verstehen – das kratzt am Selbstwertgefühl. Wenn der Schüler nun den Stoff schon beherrscht, wird dieses frustrierende Erlebnis erst gar nicht eintreten. Allein mit dieser Maßnahme kann ein positiver Kreislauf in Gang gesetzt werden: Der Schüler wird sicherer, arbeitet in der Schule mit, der Lehrer bemerkt das und lobt den Schüler oder sieht ihn in einem anderen Licht. Der Schüler bemerkt die positive Veränderung und legt nach und nach seine negative Einstellung dem Lehrer und dem Fach gegenüber ab.
- Vermitteln Sie dem Schüler unbedingt Lerntechniken! Nur, wenn er selbstständig lernen kann, fühlt er sich seinem Lehrer nicht mehr ausgeliefert. Nur, wer die richtigen Lerntechniken beherrscht, kann eine positive Einstellung zum Lernen insgesamt aufbauen – das trägt auch wieder dazu bei, dass sich das Verhältnis zum Lehrer bessert.
- Beziehen Sie die Eltern mit ein – ohne sie geht es meistens nicht, gerade bei den kleineren Kindern.
Ermutigen Sie die Kinder, auch mit dem Lehrer Gespräche zu führen und unterstützen Sie den Schüler dabei.
Tipp: Bauen Sie die Tatsachen, dass Sie bei diesem Problem helfen können, mit in Ihre Werbung ein – für viele Eltern ist dieses Thema eine Belastung. So wird man auf Ihr Angebot aufmerksam und Sie gewinnen neue Kunden!
Ein Vortrag zur Kundengewinnung
Ganz im Gegenteil: Dieses Problem können Sie sogar nutzen, um neue Kunden zu gewinnen. Bieten Sie einen Vortrag zum Thema mit anschließender Diskussion an und laden Sie Eltern und auch ältere Schüler dazu ein. Machen Sie den Vortrag bekannt, am besten durch eine Pressemitteilung. Außerdem können Sie Ihren Schülern Flyer mitgeben, die Sie preiswert auf dem Laserdrucker produzieren. Erwähnen Sie, dass die Eltern gerne Freunde und Bekannte mitbringen können.
Geben Sie an diesem Abend einen Abriss,
- wie man Kindern helfen kann, die Probleme mit den Lehrern haben,
- was Ärger mit dem Lehrer bewirken kann.
Vergessen Sie natürlich nicht, darüber zu sprechen, dass Sie in Ihrem Unterricht das Problem praktisch mit „behandeln“.
Im Anschluss an den Vortrag ermöglichen Sie eine Diskussion – lassen Sie die Eltern oder Schüler erzählen, wie die das Problem erleben. Notieren Sie sich interessante Punkte – so können Sie nicht nur Ihren Vortrag verbessern, sondern auch Ihren Schülern besser helfen.
Damit Sie bei Ihren Zuhörern in Erinnerung bleiben und auch möglichst viele Buchungen dabei herausspringen, verteilen Sie eine Zusammenfassung des Vortrags – natürlich binden Sie auch Werbung von sich ein. Fügen Sie vielleicht einen Gutschein über 2 Gratis-Stunden ein – auch diese Maßnahme hat eine gute Werbewinkung.
Noch besser: Bieten Sie den Teilnehmern die zwei Gratis-Stunden an und wer sie wahrnehmen möchte, hinterlässt gleich seine Adresse. So haben Sie den direkten Kontakt. Wir alle wissen ja, wie schnell auch Wichtiges im Alltag vergessen wird – da ist es besser, Sie können aktiv auf die Interessenten zugehen.
Ein solcher Vortrag kann sich zu einem genialen Kundengewinnungsinstrument entwickeln: Wenn Sie 20 Zuhörer haben und nur 3 Kunden werben, die monatlich 120 Euro für Nachhilfeunterricht bezahlen (Verweildauer 6 Monate), dann machen Sie mit diesem Abend 2.160 € Umsatz.
Man kann aber davon ausgehen, dass Sie mit einer solchen Aktion – vorausgesetzt, sie ist wirklich professionell umgesetzt – auch das Doppelte an Umsatz machen können. Schließlich kommen fast zu 100% Menschen zu Ihnen, deren Kinder Probleme in der Schule haben.
In meinen Vorträgen hatte ich eine Quote von 3 Anmeldungen auf 10 Besucher – ein lohnenswertes Engagement. Der Zeitaufwand beträgt ungefähr 1,5 Stunden für Vortrag und Diskussion und 1 Stunde für die Vorbereitung. Um den Vortrag, einen Flyer und eine Pressemeldung zu erstellen, müssen Sie mindestens 25 Arbeitsstunden rechnen.
Tipps
- Falls Sie keine ausreichend großen Räume zur Verfügung haben, wenden Sie sich an die Volkshochschule, an die Familienbildungsstätte, die Kirche oder andere Einrichtungen. Das hat sogar den Vorteil, dass Sie in Zusammenhang mit solchen Organisationen gleich als vertrauenswürdig wahrgenommen werden.
- Vielleicht gibt es auch Unternehmen mit ausreichend großen Seminarräumen, mit denen Sie kooperieren können?
- Geben Sie den Teilnehmern unbedingt eine Kopie/Zusammenfassung des Vortrags mit, in den Sie Ihre Werbung einbinden. Die Teilnehmer freuen sich über den Service und Sie nutzen den Werbeeffekt.
Bieten Sie den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über weitere kostenlose Angebote benachrichtigen zu lassen – so können Sie immer wieder Kontakt zu Ihren potenziellen Kunden aufnehmen.
Erzählen Sie auch Lehrern von Ihrem Angebot und betonen Sie, dass es nicht darum geht, Lehrer zu kritisieren, sondern dass Sie Hilfestellung bieten, damit sich das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern verbessern.
Checkliste
- Vortrag erstellen
- Raum organisieren
- Unterlagen für Teilnehmer drucken
- Listen auslegen, in die die Teilnehmer sich eintragen lassen können: Kostenlose Probestunden, Benachrichtigung über weitere Angebote etc.
- Flyer erstellen
- Flyer drucken mit Termin und Hinweis, dass man gerne Freunde mitbringen kann
- Flyer verteilen
- Pressemitteilung texten
- Presse rechtzeitig informieren
- Termin festlegen (abends ab 19.00 Uhr)
Fotos: photocase.de (birdso, rotwild)
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4 Kommentare zum Thema “Lösen Sie Probleme und gewinnen Sie neue Kunden”
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13 Juli 2008 um 09:46 Uhr
[...] Werben Sie im Programmheft der Familienbildungsstätte oder bieten Sie einen Vortrag an. [...]
21 Juli 2008 um 07:26 Uhr
[...] Ihrer Nachhilfeschüler anzulegen und dann gebündelt Briefe über neue Kursangebote, Vorträge oder Infos zum neuen Schuljahr zu schicken. So druckt Ihnen Word alle Briefe auf einen Schlag mit [...]
21 Februar 2010 um 13:50 Uhr
Hallo David Gerlach,
vielen Dank für diese wertvollen Tips zur Kundengewinnung. Ich bin grad dabei meinen ersten Vortrag vorzubereiten und Ihre Vorschläge und Tips sind sehr hilfreich für mich.
Herzliche Grüße,
Elke Nordmann
21 Februar 2010 um 22:15 Uhr
Freut mich sehr, dass Ihnen die Tipps gefallen, Frau Nordmann! :-)